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Seit Januar bin ich Shampoo Clean. Und die letzten 6 Monate waren, im Bezug auf meine Haare, echt eine interessante und manchmal auch entnervende Zeit.

Zu Beginn kann ich ganz klar sagen: Es hat diese 6 Monate gebraucht meine Kopfhaut davon zu überzeugen, dass sie nicht Tonnen von Talg im Haaransatz braucht. Endlich beginnt sich mein Haaransatz komplett normal anzufühlen.  Für alle also, die mit dem Gedanken spielen, Shampoos hinter sich zu lassen, stellt euch je nach Haartyp auf eine etwas längere Reise ein!

Meine Fehler:

Ungeduld. Aber irgendwann ist man auch einfach entnervt.

Der größte Fehler war, und das hab ich erst ein paar Haarwäschen später entdeckt, dass ich meine Haare mit einer Heilerde-Roggenmehlmischung gewaschen habe, als ich noch sehr viel Talg im Ansatz hatte. Was ich mir eigentlich von der Heilerde erhofft hatte, nämlich den Talg aufzunehmen und auszuwaschen ist gegenteilig passiert: die feine Heilerde hat sich mit dem Talg vermischt und ich hatte nette Heilerde Klumpen an meinem Haaransatz. Unschön und echt schwierig wieder raus zubekommen. So etwas also lieber vermeiden oder die Haare dann nach der Wäsche mit einem super feinen Kamm kämmen ( was bei meinen Locken nicht möglich ist) um alle Rückstände zu entfernen.

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Was ich alles so benutzt habe:

Am Anfang Kaffeesatz, der neutralisiert nämlich den Geruch. Hat perfekt geklappt, aber war schwierig immer 100% rauszuwaschen

Apfelessig die ganze Zeit als saure Rinse. Ich bin ein sehr großer Fan und werde das nie wieder anders machen. Einfach auf einen Liter Wasser einen großen Schuss Apfelessig und die Haare nach der Dusche damit durchspülen. Der Geruch verfliegt auch, wenn sie dann trocken sind!

Vollkorn Roggenmehl benutze ich jetzt seit ein paar Wochen, ganz ehrlich. Ich weiß nicht genau ob das jetzt was bringt oder nicht. Das muss ich irgendwie noch rausfinden. Es soll den gleichen leicht sauren PH wert wie unsere Kopfhaut haben und so die Haare reinigen ohne die natürliche Talgproduktion nicht komplett zu unterbinden. Außerdem soll es regenerierend und heilend wirken. Da ich schon lange mit empfindlicher, juckender Kopfhaut kämpfe hoffe ich, dass sich vielleicht da noch mehr tut!

Heilerde von Luvos habe ich ja oben schon angesprochen. Aktuell mische ich etwa einen TL Heilerde auf 2 EL Roggenmehl. Das ist definitiv eine bessere Mischung. Ob meine Haare jetzt aber weniger Talgig sind wegen der Heilerde im Roggenmehl oder weil die Kopfhaut sich eben dran gewöhnt hat ist Interpretationssache. Ich werde das definitiv so weiter führen und die Sache beobachten.

Zwischendurch hab ich mal Haarseife benutzt, aber nach 4 Haarwäschen mich dagegen entschieden. Meine Haare sind nur noch fettiger geworden und in den Spitzen trocken. Definitiv nichts für mich! Ich könnte mich jetzt zwar noch weiter durchprobieren, aber das ist mir ehrlich gesagt ein zu teurer Spaß.

Nur Wasser ist nie verkehrt. Ab und an wasche ich meine Haare einfach auch nur mit Wasser, zeitweise hab ich das sogar wochenlange gemacht. Danach aber immer eine saure Rinse, weil bei uns das Wasser so kalkhaltig ist.

Ganz viel Kämmen. Ich kämme meine Haare vor dem Duschen immer eine halbe Ewigkeit um den Talg gleichmäßig in den Haaren zu verteilen. Das macht sie glatt und wirkt wie eine natürlich Kur.

 

Was sind eure Erfahrungen ? 

 

Posted by:franzi slows down

Textile Engineering and Sustainable Blogging with focus on slow fashion

4 Antworten auf „No Poo – ein 6 Monats Update: Meine Fehler und Erfahrungen

  1. Ich habe meine Haare ein Jahr lang ohne Shampoo gewaschen, hauptsächlich mit Eigelb. Mein Fazit ist, dass es nicht wirklich einen Unterschied macht (obwohl ich es mir anfangs eingebildet hatte). Das Einzige was mir letztendlich gegen trockene Spitzen geholfen hat war, etwas an der Ernährung zu verändern :)

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  2. Guten Morgen liebe Nicola. Danke für dein Spannendes Kommentar. Toll das die lush so gut bei dir funktioniert und witzig dass es bei jedem Typ anders ist. Ich verwende schon seit 3 Jahren nur noch Sante und lavera shampoo, das letzte halbe jahr vor dem No Poo habe ich meine Haare maximal 1 mal die Woche gewaschen. Die Umstellung war für beispieslweise gar kein Problem. Vielleicht ist es deshalb auch so scwierig eine Haarseife für mich zu finden. Den Lush Tipp nehme ich aber auf heden fall gerne auf!
    Hab einen schönen Tag!

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  3. Ich verwende seit über einem halben Jahr Haarseife von Lush und das funktioniert bei mir super. Ich kann meine Haare deutlich weniger waschen als vorher und sie haben irgendwie einen schönen Glanz.
    Apfelessig hab ich auch ausprobiert und fand ich auch sehr gut. Mache ich aber eher selten. Da ich im Moment nicht so lange Haare habe, komme ich mit der Seife alleine gut klar.
    Ich hatte Umstellungsprobleme von herkömmlichen Shampoos auf Naturkosmetik. Von Naturkosmetik auf Haarseife dann gar nicht mehr.
    Liebe Grüße, Nicola

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